Unsere BotschafterInnen in Tansania – Nun ist es klar: Vom 1. bis 19. August findet wieder ein Besuch aus unserer Gemeinde in der Partnergemeinde Mbigili in Tansania statt. Und das sind unsere BotschafterInnen: Anna-Lena Linde, Gabriele Mayer, Mirjam Lorek, Nele Rüss, Pauline Möller und Rüdiger Ludewig.
Ich, Pastor Andreas Baldenius, werde die Delegation leiten, auch wenn ich dann schon nicht mehr Pastor der Kirchengemeinde St. Petri und Pauli bin. Der Kirchengemeinderat hat mich beauftragt, dies ehrenamtlich noch zu tun, um den Übergang in die neue Phase der Partnerschaft zu gestalten. Darüber freue ich mich sehr!
Die Reisenden sind eine Mischung aus jung (16) und alt (63), Frauen und Männer, schon lange in der Partnerschaft engagiert und neu dazugestoßen, fest in Petri und Pauli verankert und durch die ungewöhnliche Partnerschaft angezogen.
Seit Monaten bereitet sich die Gruppe in monatlichen Treffen und Projekttagen zusammen mit den Mitgliedern des Partnerschaftsausschusses auf die Reise vor. Neben den organisatorischen Fragen, wie Reisezeitpunkt, Versicherungen, Förderung durch den „Kirchlichen Entwicklungsdienst“ u.v.m., geht es um inhaltliche Fragen. Als Thema der Begegnung haben wir mit unseren GastgeberInnen die Frage vereinbart: „Wohin wollen wir uns entwickeln?“ Dabei soll es nicht darum gehen, dass wir einander Vorschläge machen, was für uns gegenseitig richtig wäre, sondern dass wir jeweils durch die Unterschiedenheit der Situation der anderen die Chance haben, für den eigenen Kontext allzu feste Sicherheiten wahrzunehmen und zu überprüfen. Dafür planen wir Gesprächsrunden und passende Exkursionen. Maßstab und Orientierung bieten uns dabei die „sustainable development goals“ der UNO und unser Glaube. Daneben setzen wir uns mit unserer „gemeinsamen“ kolonialen Vergangenheit auseinander, spüren auf, wo sie noch heute wirksam oder sogar in veränderter Gestalt zurückgekehrt ist, reflektieren unsere Einstellungen und Vorurteile („critical whiteness“), entwickeln Ideen für unsere spirituelle Gemeinschaft und überlegen, was uns zusammenschweißen könnte und auch, was einfach Freude macht.
Ab September wollen wir die Erfahrungen reflektieren und einen Bericht formulieren, den wir dem Kirchengemeinderat, dem „Kirchlichen Entwicklungsdienst“ und der Bergedorfer Öffentlichkeit vorlegen wollen. Begleitet uns gerne: Es wird wieder einen Blog geben, durch den die Zu-Hause-Gebliebenen verfolgen können, was bei der Begegnung geschieht.
Pastor Andreas Baldenius