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Arbeitsgruppe Christlich-Jüdischer Dialog, Vortrag

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Mittwoch, 19. September 2018, 19:30
Vortrag / Führung

Dr. Andreas Brämer: "Zwischen Tradition und Aufbruch – 200 Jahre Reformjudentum"

Der Eintritt ist frei, um eine Kollekte am Ausgang wird gebeten.

Im Dezember 1817 gründeten 65 jüdische Männer den Hamburger Tempelverein. Er gilt als Wurzel des Liberalen Judentums, dessen wesentliche Merkmale die Gleichberechtigung der Frauen, Predigten in deutscher Sprache und der Einsatz von Musikinstrumenten im Gottesdienst waren. Anhänger waren in Hamburg vor allem Mitglieder der bürgerlichen Oberschicht, die auf eine Wiederbelebung des Judentums hofften. Statt von einer Synagoge sprachen sie von ihrem „Tempel“.

1818 mietete der sogenannte Tempelverein ein Hinterhoflokal in der Neustadt, 1844 wurde ein größerer Tempel gebaut. Dort gab es eine Orgel zur Chorbegleitung, und die Rabbiner trugen ein Ornat, das dem Talar der lutherischen Pastoren ähnelte. Trotzdem ging dem Tempelverein zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Ausstrahlung verloren. Erst der zunehmende Antisemitismus führte dazu, dass sich viele Juden wieder auf ihre geistlichen Wurzeln besannen.

Der Privatdozent Dr. Andreas Brämer hat an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg sowie an der Hebräischen Universität in Jerusalem studiert und promovierte über die Entwicklung des Reformjudentums in Deutschland. 2005 wurde er u.a. zum stellvertretenden Leiter des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden ernannt.

Team der AGCJD

Ort Petri-Saal (Bergedorfer Schloßstraße 5)

Informationen zur Arbeitsgruppe Christlich-jüdischer Dialog