In der Zeit vom 16. August bis 6. September 2017 werden 10 Frauen und Männer aus unserer Partnergemeinde in Mbigili / Tanzania bei uns zu Gast sein. Wir freuen uns auf die Brüder und Schwestern im Glauben!

Unsere Gäste aus Mbigili

Wir stellen vor: Die Frauen und Männer aus unserer Partnergemeinde in Mbigili/ Tanzania, die ab dem 16. August bei uns für 3 Wochen zu Gast sein werden.

Samson Kapwela Mwasakifwa Upendo Kalinga Popota StateYothamu Mwaikusi
Samson Kapwela Mwasakifwa (Vater)
Mitglied des Kirchengemeinderats
em. Englisch-Lehrer
Upendo Kalinga Popota
Frauenbeauftragte im
Kirchengemeinderat
StateYothamu Mwaikusi
Leiter des Kindergartens
Mitglied im Kirchengemeinderat
Habili Abraham Mwakasape Aswile Mwasandungila Mama Mwasa
Habili Abraham Mwakasape
Jugendbeauftragter im
Vorstand (mit Hut von Mirjam)
Aswile Mwasandungila
Pastor der Gemeinde Mbigili
seit 2013
Mama Mwasa
Abgeordnete im Regionalparlament
Frau des Pastors
Nelusigwe Ambalile Fred Jumanne Sanga Mwalukos
Nelusigwe Ambalile
Mwakimulike
Gemeindeglied
Fred Jumanne Sanga
Chemielehrer an der
Sekundarschule
Mwalukos (Akimu Semeka
Mwalukosya)
: Leiter der
kommunalen Krankenstation

Es fehlt uns noch ein Foto des Gemeindeglieds Tunae Kamela Mwakuna.


Welches Programm ist vorgesehen? Wie kann man mitwirken?

"Die vier Winde" – die Skulptur bekamen wir von unseren Gästen aus Mbigili bei ihrem vorletzten Besuch geschenkt.

Am 16. August 2017 werden sie landen in Hamburg: 10 Männer und Frauen aus unserer Partnergemeinde im Livingstone - Gebirge in Süd-Tanzania. Für sie ein Abenteuer – für uns auch. Die folgenden drei Wochen werden spannend und vielseitig.

Zu manchen Teilen des von uns vorbereiteten Programms laden wir interessierte Menschen ein. Suchen Sie sich etwas aus!

Zum Beispiel... Am Flughafen wollen wir unsere Gäste mit „Hallo“ empfangen. Es wäre schön, wenn außer den Gastgebern weitere Gemeindeglieder „Masse machen“ könnten!

Gleich zu Beginn, direkt vom Flughafen, fahren wir zunächst nach Breklum (in der Nähe von Husum) ins Christian- Jensen-Kolleg. Dort sollen unsere Gäste Zeit haben, sich zu akklimatisieren. Und wir wollen uns in die komplizierte Kommunikation miteinander einüben. Wir wollen unsere gemeinsame Grundlage im Glauben ausloten, im Watt wandern, miteinander feiern, singen, beten, uns aneinander gewöhnen und ein bisschen näher kennenlernen. Bis Samstag, 19. August, sind dort für uns Betten reserviert.

Wer möchte mitfahren? Sie können sich – du kannst dich – bei Pastor Baldenius anmelden. (Kontakt)

Wenn möglich, bezahlen Sie selbst pro Nacht bei Vollpension zwischen 70 und 80 Euro. Die Begegnungsarbeit kann aber auch von der Kirchengemeinde bezuschusst werden. Wichtig ist, dass wir miteinander in Kontakt kommen.

Am Sonntag, dem 20. August, kommen die Gäste dann zum Gottesdienst in St. Petri und Pauli in Bergedorf an. Im Anschluss feiern wir ein Kennenlern-Fest miteinander: spielerisch und mit leckerem Picknick (nach Möglichkeit draußen). Da freuen wir uns, wenn viele Menschen aus der Kirchengemeinde und Bergedorf teilnehmen.

Am Samstag, dem 26. August, werden wir uns gegenseitig unsere Lieder beibringen. Wir lernen die traditionelle tanzanische Singweise kennen und unsere Gäste unsere alten Choräle und neuen Lieder.

Am Sonntag, dem 27. August, singen wir dann miteinander im Gottesdienst.

Nach dem gemeinsamen Gottesdienst am Sonntag, dem 3. September, feiern wir ein Abschiedsfest, in dessen Rahmen wir gemeinsam ein großes Tuch gestalten. Es besteht aus zwei Teilen: einer bleibt hier, einer reist mit zurück nach Mbigili.

Am Mittwoch, dem 6. September, wollen wir unsere Gäste mit „großem Bahnhof“ am Flughafen verabschieden. Vielleicht singend?

Zwischen diesen Highlights werden wir unsere Gäste führen: in der Gemeinde, in Bergedorf und in Hamburg. Dabei wollen wir die „Mechanik“ des Welthandels und der Beziehungen zwischen sogenannter „Erster“ und „Dritter Welt“ erfahrbar machen. Wir werden Landwirtschaft und Arbeitswelt à la Deutschland erkunden und einen Ausflug nach Travemünde machen. Wir wollen im Wald spazieren gehen (den es so in Tanzania nicht gibt) und in Kirchenkreis und Nordkirche die Leitungsebene besuchen. Wir werden entwicklungspolitische Themen miteinander besprechen und die Zukunftsperspektive unserer Partnerschaft. Wir werden uns gemeinsam Gott zuwenden und vor allem an unserem Beziehungsgeflecht „stricken“ – damit unsere Partnerschaft stark und lebendig bleibt.


Woher kommen unsere Gäste?

Das Dorf Mbigili liegt im Livingstone-Gebirge. Auf eine große Fläche verteilt wohnen auf 1200-1500 m Höhe ca. 3.000 Menschen in sieben Unterbezirken. Häuser sind kaum zu sehen: sie ducken sich unter Bananen- Stauden und anderen Bäumen in den Schatten, verstreut über die Hügel. In jedem Unterbezirk gibt es einen Kirchraum. Die Zentralkirche liegt, weithin sichtbar, auf einem Berg; überragt von einem direkt daneben stehenden Telefonfunkmast. Die Pacht für seinen Betrieb stellt die Haupteinnahmequelle der Gemeinde dar.

Eifrig wird hier an einem neuen Haus in Mbigili gebaut.

Auf der Höhe führt eine Straße an Mbigili vorbei – eine Schotterpiste, die je nach Wetter sehr unterschiedlich gut befahrbar ist. In Mbigili selbst gibt es keine Straßen. Trampelpfade verbinden bergauf, bergab die Häuser und Siedlungen, auf denen hier und da Motorräder unterwegs sind, manchmal auch ein Fahrrad, im Wesentlichen aber gehen die Menschen zu Fuß.

Nahezu jede Fläche ist landwirtschaftlich genutzt. Jede Familie erwirtschaftet im Wesentlichen selbst, was sie verbraucht. Erwerbsarbeit im uns selbstverständlichen Sinne haben nur die Lehrer/Innen der drei Grundschulen und der einen Sekundar- Schule, der Pastor und die Betreiber/Innen mehrerer kleiner Kioske, Schneidereien und Werkstätten. Aber auch sie alle haben nebenher noch ein Feld zu bestellen. Hunger leidet eigentlich niemand dort, obwohl die Menschen, verglichen mit unserem Lebensstandard, sehr arm sind. Das Land ist vulkanischen Ursprungs und also sehr fruchtbar; es regnet dort mehr als in Hamburg – allerdings sehr konzentriert in der Regenzeit, die jetzt gerade herrscht. Entsprechend werden jetzt Kartoffeln und Mais und andere Früchte gepflanzt und gesät.

Erst in jüngster Zeit droht hier und da Hunger: die Klima-Überhitzung hat die Regenzeiten unzuverlässig gemacht. Durch bei uns ausgestoßene Treibhausgase geraten die Bauern dort unter Druck.

Die Hälfte der Bevölkerung sind Christen/ Innen, die andere Hälfte hält sich an „traditionelle“, animistische Gemeinschaften. Muslime gibt es dort keine (in Gesamt-Tansania machen diese drei Religionen je ein Drittel aus, sie leben in der Regel friedlich zusammen).

Die Kirchengemeinde kooperiert mit der Kommune an den Schulen und in der Krankenstation, sowie mit vielen Mitbewohner/ Innen in der Mini-Kredit-Genossenschaft „SACCOS“.

Pastor Andreas Baldenius