Hast Du Lust, etwas über Gott, die Bibel und die Kirche zu erfahren und Dich zusammen mit vielen anderen Jugendlichen mit Deinem eigenen Glauben auseinanderzusetzen?

Dann bist Du richtig beim Konfirmandenunterricht.

Weitere Informationen zur Konfirmation findest du hier.

"WalkAway*" – ein neues Element im KonfirmandInnen-Unterricht

„Der Zusammenhalt und die wunderbaren Menschen, die ich dort kennenlernen durfte – wie zum Beispiel dich.“ So antwortet mir eine ehemalige Konfirmandin auf die Frage: „Was bleibt vom Konfi?“ Ihre Antwort ist repräsentativ: alle empirischen Erhebungen innerhalb und außerhalb der Kirchen zeigen, dass die allermeist positiven Erfahrungen in der Gruppe hängenbleiben. Und dass sich Kirche (sogar: Glaube) über die Person des Pastors/der Pastorin vermittelt.

Schon mal nicht schlecht soweit. Als Anknüpfungspunkt für spätere Situationen vielleicht geeignet.

Mir ist es aber nicht genug. Wo bleiben die Inhalte? Ja, wir geben uns große Mühe mit den Gruppen. Und ja: ich freue mich, wenn ich „gut rüberkomme“. Aber wir versuchen doch auch, den Konfis Gott näher zu bringen. Sie mit der Quelle allen Glaubens, der Bibel, vertraut zu machen. Mit ihnen das Beten zu üben. Ihnen Glaubenserfahrungen zu ermöglichen, die wesentlich sind – und bleiben! – für ihren Weg. Weil wir erfahren haben: es ist ein Riesenunterschied, ob ich mein Leben in gelebter Verbindung mit Gott und davon geprägter Verbindung mit der ganzen Schöpfung lebe, oder eben nicht!

Unser Konfirmanden-Unterricht erfreut sich großer Beliebtheit über die Gemeindegrenzen hinaus, und wir bemühen uns echt um Qualität. Wir sind gut, vor allem auch durch unser junges, hochmotiviertes und engagiertes Konfi-Team. Aber trotz aller kreativen und erfahrungsbezogenen Methoden ist er eine Bildungsveranstaltung, von der – gemessen an den Erinnerungen – nicht so viel bleibt. Das liegt natürlich auch am Alter: die Jugendlichen sind in einer hochdynamischen und beanspruchenden Verwandlung. Das Kind beginnt zu „vergehen“, und der Jugendliche bzw. junge Erwachsene wird „geboren“.

Aber genau in solchen Situationen – sie wiederholen sich noch öfter im Leben: wenn man erwachsen wird, wenn ein Berufsweg zu wählen ist, wenn man Vater oder Mutter wird, wenn Veränderungen oder gar Krisen zu bewältigen sind, wenn etwas wirklich geschafft ist, wenn der Partner oder die Partnerin stirbt, wenn man alt wird – kann unser Glaube orientierende, befreiende, klärende und stärkende Funktion haben. Und immer: eine kritische Funktion zur „Unterscheidung der Geister“, wie Paulus sagt.

Deswegen werden wir unseren Konfirmandenunterricht um eine Dimension erweitern: um die existentielle, die Bildung braucht, aber nicht nur aus ihr besteht. Es gibt unter dem Sammelbegriff „Initiation“ uralte (christliche und noch ältere) Methoden, Menschen in Übergangssituationen zu begleiten. „WalkAway“ heißt heutzutage ein vielfach erprobtes und speziell auf Jungen und Mädchen zugeschnittenes Format, das mit Hilfe von Naturerfahrungen, Achtsamkeits- und Selbsterfahrungs- Elementen einen rituellen Übergang vom Kind zum Jugendlichen gestaltet und erleichtert.

Um darüber zu informieren, Fragen zu beantworten und Kritik aufzunehmen, laden wir ein zu einem Informationsabend am Mittwoch, 23. Oktober, 19.30 Uhr im Petri-Saal, Bergedorfer Schloßstraße 5 (links neben dem Café Greco).

Pastor Andreas Baldenius

* WalkAway = Naturbezogenes Selbsterfahrungs-Seminar