Der Wille war da, aber:

Erstmal stiegen die Coronazahlen wieder und damit die Sorge der RisikokandidatInnen. Also keine Reise nach Güstrow mit zwei Übernachtungen und viel Zeit. Dann kam der Sturm und die externe Moderatorin wurde förmlich weggepustet. Sie hing in Hannover fest und hoffte auf eine Verbindung am Sonnabend. Immerhin eine gemütliche Runde der Mutigen am Freitag im Hause Klack-Eitzen war trotz Sturms ein schönes Wiedersehen nach langer Zeit.

Dann sollte am Sonnabend um 9 Uhr der Klausurtag in der Kirche starten. Tatsächlich waren ALLE gekommen, mit dicken Schuhen, warmen Mänteln, Wolldecken und Tee. Die externe Moderatorin saß immer noch nicht im Zug, aber wir starteten mit dem, was von Astrid, Chang-Mi, Andreas und Wolfgang dankenswerterweise vorbereitet war.

Die Fragen waren: Wie leiten wir die Gemeinde, wie sehen die hauptamtlichen Mitarbeiter unseren Einsatz und wie soll es – auch im Hinblick auf die anstehende Wahl – weitergehen? Keine kleine Aufgabe, umso mehr, wenn man in einer kalten Kirche sitzt und sich nur auf 1,5 Meter annähern darf. Es wurden Beiträge auf Rückblick: KGR*-Klausur am 19. Februar – der Wille war da, aber: Karten geschrieben und auf Stellwänden befestigt. Um sie in Ruhe zu lesen und Abstände einzuhalten war es eine gute Idee, die Wände zu fotografieren, so konnte jeder/jede an seinem Platz lesen. Corona macht alles anders. Eine Präsentation diente als Diskussionsanregung – und dann war der Vormittag auch schon rum.

Diejenigen, die zum Ende des Jahres aus dem KGR ausscheiden möchten, wurden mit einigen Fragen als Hausaufgabe verabschiedet und die Verbleibenden suchten nach etwas Essbarem in der Nähe. Das kleine Häufchen sollte sich dann wieder versammeln und zwar im Petrisaal. Aber, man glaubt es kaum, dort war es noch kälter als in der Kirche. Also Rolle rückwärts und wieder die Decke auf der Kirchenbank ausgepackt.

In zwei Gruppen sollten wir fiktive Aufgaben lösen und überlegten, wie wir in Zukunft z. B. ein großes Fest vorbereiten oder auch eine alltägliche Aufgabe lösen. Wer ist zuständig, wer entscheidet, wer ist einzubeziehen? Gleichzeitig soll es möglichst unkompliziert sein, nicht zu viele Ressourcen sollen verbraucht werden, effektives Arbeiten soll geübt werden. In kleinen Gemeinden ist die Leitung klar auf den/die PastorIn zentriert. Er/Sie hält die Fäden in der Hand und delegiert, was möglich ist. In großen Gemeinden braucht es eine klare Aufgabenteilung, eine gute Kommunikation und für den Rest, der immer noch übrig bleibt, einen mutigen Menschen, der entscheidet.

Für eine gute Absprache brauchen wir mehr Zeit, also treffen sich die KandidatInnen zur Wiederwahl zu diesen Themen weiter. Es gibt viel zu tun, mutig voran!

Und nach einer heißen Badewanne sieht die Welt schon wieder besser aus.

Sabine Lorenz