Mbigili

Mal eine andere Katastrophe: Die Brücke über den Lufilyo, die Verbindung von Mbigili zum Ortsteil Kiguru, ist am 8. März vom Wasser zerstört worden! Diese Katastrophe ist zwar ganz lokal, aber für die Mbigilier und insbesondere für die Bewohnerinnen von Kiguru unmittelbar existentiell. Einige waren nach Mbigili gekommen, um am Gottesdienst teilzunehmen, und als sie zurückgehen wollten, war die Brücke nicht mehr passierbar. Gegenwärtig gibt es nur noch eine Umweg-Verbindung von ca. 15 km Fußweg, also ein Vielfaches länger als der normale Weg und genauso beschwerlich wie gefährlich. Denn der Grund für die Beschädigung der Brücke ist völlig unnormal viel Regen, der auch noch zur falschen Zeit kommt. Vergleicht man die Fotos, wird sichtbar, wie hoch das Wasser gegenwärtig steht! Entsprechend ist der Zustand der Wege: Aufgeweicht und matschig-rutschig sind die steilen Hänge kaum zu bewältigen. Denn wer sie begeht, tut das ja nicht zum Spazierengehen, sondern um Lasten zu transportieren.

Brücke
Der übliche Wasserstand des Lufilyo-Flusses

Die Corona-Pandemie hat Tansania erst Ende März erreicht; der erste Fall wurde von Sansibar gemeldet. Erfreulicherweise wurden rasch sehr weitreichende Maßnahmen beschlossen: Auch in Mbigili ruht der Schulunterricht (allerdings ohne die Online-Möglichkeiten, die wir haben). Umso schockierender ist, dass Präsident Magufuli ausdrücklich dazu aufrief, Gottesdienste zu besuchen, denn in Kirchen könne das Virus nicht überleben! Wir haben unsere Freunde sofort gebeten, diesen gotteslästerlichen Unfug nicht zu glauben. Hoffentlich...

Pastor Andreas Baldenius

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