„Ich mag die Gemeinschaft in der Gemeinde.“ Die 29-jährige Bergedorferin Julia Uhl ist in unserer Gemeinde groß geworden. Das Gesicht kommt Ihnen bekannt vor, der Name aber nicht? Julia hieß bis zur Hochzeit im März Morgenbesser… Über den KiKi-Treff (Kinderkirchentreff) und unzähligen Krippenspielaufführungen ging es nach der Konfirmation 2007 in den Jugendtreff Sofaplanet bei Gabi Fenske. Mit Gabi fuhr sie auch als Leiterin zur Sommerfreizeit nach Schweden. Julia hat viele Jahre lang selbst das Krippenspiel mitgeleitet und hat beim Martinsmarkt Hunderte Waffeln gebacken. Außerdem war sie im Leitungsteam des Jugendgottesdienstes „Praytime“.

Nach dem Abitur 2012 verließ Julia Hamburg und studierte Rehabilitationspsychologie in Stendal, Sachsen-Anhalt. Ein bisschen Abstand zu dem manchmal auch einengenden Bergedorf tat ihr gut, sie genoss die Besuche zu Hause aber auch die Entfernung und die Selbstständigkeit abseits vom Gewohnten. Den Master absolvierte sie in Bremen und zog dann wieder zurück nach Bergedorf, wo sie inzwischen mit ihrem Mann Simon wohnt. Im Diakonieklinikum Rothenburg (Wümme) arbeitet Julia als Psychologin im psychoonkologischen Dienst. Und seit ihrer Rückkehr ist sie auch wieder aktiv in unserer Gemeinde, die Wurzeln sind geblieben.

Schon früher war sie im Jugendausschuss aktiv, daran knüpfte sie an, um wieder in die Gemeindearbeit reinzukommen. Dabei hat sich aber der Blickwinkel merklich verändert, inzwischen kümmert sie sich als Erwachsene um die Belange der Jugend. Julia empfindet der Gemeinde gegenüber beides: Auf der einen Seite sei es manchmal schwierig, nach einigen Jahren der Abwesenheit in die feste Struktur hineinzukommen. Auf der anderen Seite ist die vorhandene Kontinuität an Menschen genau das, was sie schätzt. Wenn sie mit dem Fahrrad an der Kirche vorbeifährt, freut sie sich, stets lang bekannte Gesichter zu sehen. Das macht die Gemeinde so schön und familiär, verhindert manchmal aber natürlich auch Veränderungen. Die Motivation, ab und an auch mal Dinge zu verändern ist da - die möchte sie in Zukunft gerne auch im Kirchengemeinderat einsetzen und sich zur Wahl im nächsten Jahr aufstellen lassen. Als jüngste von vier Mädchen hat sie schon früh gelernt, sich im Leben durchzusetzen – das wird ihr bei der Arbeit im Leitungsgremium sicherlich von Nutzen sein.

Was Julia in der Gemeinde fehlt, ist ein Gesangsensemble für junge Menschen. Denn singen tut Julia gerne, bislang ist sie bei Klaus in der Gruppe der „Monatslieder“ aktiv und hat auch ein Projekt der Kantorei mitgesungen. Die Musik spielt in ihrem Leben eine große Rolle, neben dem Ehrenamt in der Kirche geht sie gerne zum Sport - viel Zeit bleibt neben der Arbeit und der Pendelei allerdings nicht. „Und dann ist da ja noch mein Mann“, ergänzt sie lachend. Vielen Dank für dein ehrenamtliches Engagement und deine Motivation, dich fröhlich und zuverlässig in der Gemeinde einzusetzen!

Johanna Kilzer