„Ich arbeite sehr gerne hier, die Kirche ist mein Zuhause.“ Irma Isinger ist in unserer Gemeinde nicht wegzudenken, sorgt sie doch dafür, dass sich alle Gemeindemitglieder und -gruppen in unseren Räumen gerne aufhalten mögen. Fröhlich und hilfsbereit arbeitet sie seit 2008 in unserer Gemeinde als gute und verlässliche Reinigungskraft. Inzwischen wird die Kirchenreinigung von einem externen Unternehmen übernommen, Irma ist für das Pastorat, den Gemeindesaal sowie das Büro im Hassehaus zuständig.

Wenn sie nicht in der Gemeinde für einen strahlenden Glanz sorgt, fährt sie gerne Fahrrad und geht am Harburger Außenmühlenteich spazieren.

Geboren wurde Irma 1959 in Turkmenistan als jüngste Tochter deutscher Eltern. Nach einer Ausbildung zur Ingenieurin arbeitete sie mit Maschinen, von denen – welch ein Glück – eines Tages eine kaputt ging und Eduard zur Reparatur in das Unternehmen kam. Ein Jahr später, 1984, heirateten sie, ein Junge und ein Mädchen vervollständigten die Familie. Beide Kinder leben mit inzwischen eigenen Kindern auch in Hamburg. Mit ihrem Mann, ihrer Mutter und der Familie ihres Mannes kam Irma vor 25 Jahren nach Deutschland – „mit zwei Koffern und zwei Kindern“. Zunächst nach Duvenstedt, dort arbeitete Irma 12 Jahre lang in einer Gemeinde. Eduard war in Harburg tätig, wo die Familie schließlich hinzog. Bei der Reinigung des Gemeindebüros in Duvenstedt sah Irma einen Zettel mit einem Hinweis auf St. Petri und Pauli und dachte an den aus Harburger Sicht attraktiveren Arbeitsweg. Sie fragte an und bekam die Stelle umgehend, obwohl der Pastor in Duvenstedt sie zunächst nicht gehen lassen wollte und sie anfangs beide Stellen hatte.

Zwei Jahre nach ihr übernahm ihr Mann die frei gewordene Küsterstelle. Als gelernter Physiker und Mathematiker, der in Deutschland eine Ausbildung als Industrieelektroniker absolvierte, übernimmt er bei uns weitaus mehr Aufgaben als die regulären eines Küsters. Strahlend sagt Irma über ihren Mann „Ja, er kann alles!“.

Irma fühlt sich wohl hier, Deutschland sei ihre Heimat ganz und gar. Sie habe es nie bereut, auch nicht beruflich, nach Deutschland gekommen zu sein. Das Heimweh würde bei vielen durch negative Gedanken über die Arbeit oder Kollegen entstehen, solche habe sie aber nie gehabt. Sie mag ihre Tätigkeit und die Menschen, mit denen sie dadurch in Kontakt tritt, insbesondere die gegenseitige Hilfsbereitschaft. Wir sind froh und dankbar, eine solche Mitarbeiterin zu haben.

Johanna Kilzer