...wenn's schön poliert, als Zimmerzier." Wilhelm Busch

Besuchen Sie das Benefizkonzert zugunsten der Flügelrestaurierung am Sonntag, dem 16. Juni um 17 Uhr im Petri- Saal und überzeugen sich selbst von der überaus gelungenen Restaurierungsarbeit.

Im vergangenen Oktober war unser Flügel plötzlich aus dem Petri-Saal verschwunden. Wieso das? Ganz einfach, er wurde technisch überholt und restauriert. Optisch war das arme Instrument wahrlich keine Augenweide, es sah aus wie ein geschundenes Tier: der Lack war verkratzt, regelmäßig schabte er an der Holzleiste an der Wand entlang, die schwarzen Lackspuren sind noch jetzt deutlich zu sehen, und zu guter Letzt prangte ein großes Brandloch mitten auf dem Flügel, weil dort unbemerkt eine Kerze niedergebrannt war, die jemand zur „Verschönerung“ auf den Flügel gestellt hatte. Überhaupt schien es praktisch, allmögliche Utensilien auf dem Flügel zu drapieren – von der Blumenvase bis zum Adventsgesteck – jede/r fand im Flügel eine vorzügliche Ablage.

Dabei war sein Klang schon immer von auffallender Schönheit, weich, kantabel und charaktervoll. „Schade, dass man ihm das nicht ansieht“ befand Claus Harder und startete eine Initiative, den Flügel technisch wie optisch zu restaurieren. So wurde er zunächst zum Lackieren nach Bremen zur Firma Stockmann transportiert, während die Hämmerchen in der Hamburger Klavierwerkstatt Siegler aufgearbeitet wurden.

Den letzten klanglichen Schliff bekam der Flügel vor Ort im Saal. Seit Anfang April ist das Ergebnis nun zu bewundern, und in der Tat: es ist ein Wunder. Unser alter Grotrian erstrahlt in neuem Hochglanz, er ist zu einer Attraktion geworden. Manche Leute wollten gar nicht glauben, dass es sich um ein und dasselbe Instrument handelt. Um die edle Schönheit zu schützen, wurde eine maßgeschneiderte Husse angefertigt – und Blumenvasen und sonstige Schmuckbeigaben sind von nun an passé.

Es fehlt uns noch ein Restbetrag von ca. € 1.100,00, um das Projekt auch finanziell erfolgreich abschließen zu können. Angestiftet durch Spenden von Claus Harder und eine von ihm ebenfalls initiierte Spende anlässlich einer Trauerfeier konnte vor langer Zeit der Auftrag erteilt werden. Obwohl wir wussten, dass auch mithilfe einer weiteren Spende das Geld nicht reichen würde, entschlossen wir uns, auch eine Neulackierung in Auftrag zu geben, was sich ganz außerordentlich gelohnt hat.

Wer für seine Spende an diesem interessanten musikalischen Nachmittag eine Bescheinigung erhalten möchte, wird dort Umschläge für seinen Geldbetrag vorfinden, auf denen Name und Adresse notiert werden kann. Wir freuen uns über reges Interesse und große Beteiligung. Claus Harder sei ganz besonders herzlich gedankt für seine Beharrlichkeit in der Verfolgung der Idee und für seine Spendenbereitschaft!

Wolfgang Müller, KGR-Vorsitzender
und Kantor Klaus Singer