Seit 1983 geht und betet die katholische Gemeinde St. Marien, Bergedorf, am Palmsonntag den Kreuzweg rund um das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Neuengamme. Dazu sind auch alle katholischen und evangelischen Nachbargemeinden eingeladen.

Wir verbinden das Gedächtnis der über 100.000 Menschen, die dort (einschließlich der 85 Außenlager) zwischen 1938 und 1945 inhaftiert und gequält wurden – und von denen 42.900 umgekommen sind – mit der Erinnerung des Leidens und Sterbens Jesu Christi.

Durch die Lesung von Zeugnissen überlebender Häftlinge, im Hören auf die Passion Jesu nach dem Markus-Evangelium und durch das Beten der Psalmen soll aus diesem Ort des Schreckens und der Gewalt ein Ort der Versöhnung und der Hoffnung werden.

Der Kreuzweg beginnt am Palmsonntag, dem 14. April 2019, um 17 Uhr am Eingang zum Appellplatz (Bushaltestelle „Ausstellung“); er dauert knapp 2 Stunden und endet am Ehrenmal. Warme Kleidung wird dringend empfohlen.

Stefan Mannheimer, Diakon in St. Marien und St. Christophorus