Anlässlich der Orgelreinigung wurde an dem von Klaus Gärtner konstruierten Chorpodest auf der Orgelempore gewerkelt. Das Podest wurde abgebaut, um einen leichten Zugang zum Orgelinneren zu schaffen. Nach der Orgelreinigung halfen Manfred Voigt und ich beim Wiederaufbau des Chorpodestes.

„Wie genial ist das denn…“, blitzte dabei ein Gedanke durch meinen Kopf, denn das Podest ist so konstruiert, dass es sich mit nur wenigen Schrauben in kurzer Zeit auf- und abbauen lässt.

Mit Hilfe der Konstruktion aus massivem Holz lassen sich viele Sänger*innen auf kleinem Raum chormäßig aufstellen. Dank des tribünenartigen Aufbaus kann dabei der Klang des Singens frei in den Kirchenraum getragen werden.

Etwas Besonderes hat sich Klaus Gärtner einfallen lassen, um die Kleidung der Chorsänger*innen zu schonen. Während üblicherweise bei Chorpodesten dieselbe Fläche abwechselnd von einer Chorreihe stehend und der Reihe davor sitzend genutzt wird, sind bei dieser Konstruktion Fußraum und Sitzfläche voneinander getrennt.

Das Podest hat sich auch als Sitzplatz für Konzertbesucher bewährt. Dabei muss zwar auf eine Rückenlehne verzichtet werden, aber das Hören und Sehen ist von dort besonders gut. Wir Chorsängerinnen und Sänger sagen Danke für das kreative Handwerk.

Andrea Querner