Die Kirche braucht einen Platz!“ Michael Schulz ist Baujahr 1958 – und das Wort Baujahr spielt in seinem Leben eine große Rolle. Geboren ist er in der Nähe von Köln, hat aber auf Grund der Offizierstätigkeit seines Vaters alle paar Jahre woanders gelebt. Er wurde dann ebenfalls Soldat, nach drei Jahren ging er allerdings für die Liebe nach Hamburg und fing an, Maschinenbau zu studieren. Dann ein Wechsel in die Bauwirtschaft – erst als Handwerker, später als Leiter von Projekten. Er machte den Betriebswirt des Handwerks, um Projekte und Bauleitung übergreifend und ganzheitlich koordinieren zu können. Anschließend legte er nach eigenen Worten ein sechsjähriges „Airbus-Intermezzo“ ein, bevor er zurück in die Bauwirtschaft ging. Dieser blieb Michael Schulz immer treu. Auch, als er sich vor fünf Jahren entschied, nicht mehr so viel zu arbeiten, kam er von den Themen Häuser und Bauen nicht weg. Einige Häuser in unserer Umgebung wurden seither unter seiner Leitung renoviert.

Seit 2002 lebt Michael Schulz mit seiner Partnerin in Bergedorf. Der erste persönliche Kontakt zu unserer Gemeinde kam durch die Schiffstaufe des Ewers, den Michael Schulz mitgebaut hat, diese wurde von Andreas Baldenius durchgeführt. Im Frühjahr 2018 wies ihn dann jemand auf den Artikel im Gemeindebrief hin, in dem Interessierte für unseren Bauausschuss gesucht wurden. Zunächst dachte er, dass die Gemeinde von seinem Wissen in dieser Branche profitieren kann, aber inzwischen ist es ein gegenseitiges Geben und Nehmen, er fühlt sich in unserer Gemeinde wohl. Der Bauausschuss ist sein Anknüpfungspunkt, aber die Teilhabe an dem Gemeindeleben ist dabei ein schöner Nebeneffekt. Michael Schulz freut sich über die Arbeit an unseren Kirchengebäuden – alte Häuser mochte er schon immer gerne. Nach eigenen Angaben sei er nicht immer sehr gläubig und habe Zweifel wenn er sieht, was in der Welt geschieht. Aber er findet auch, dass die Kirche einen Platz braucht und dieser erhalten werden muss. Und etwas zu tun, gibt es bei uns immer. Ein Beispiel: Im Herbst wurde die Küche in der Jugendwohnung renoviert. Das hat Michael Schulz mit Sabine Lorenz geplant und organisiert, Abläufe und Kommunikation klappten reibungslos. Als dann die Unterstützung zum Fußboden-Verlegen kurzfristig ausfiel, machte Michael Schulz das mal eben alleine, damit alles im Zeitplan blieb.

Privat ist sein neuestes Projekt der Bau eines Wohnmobils. Das alte hat Michael Schulz vor zwei Jahren verkauft – „ohne geht, ist aber nicht schön“. Also wird nun eins genau nach seinen Vorstellungen gebaut, damit das Paar damit bald durch Europa reisen kann.

Johanna Kilzer