Wenn ich in der dunkleren Jahreszeit morgens zur Arbeit komme, ist das Pastorat schon erleuchtet. Alles ist bereits saubergemacht, die Blumen rund ums Pastorat gegossen und Irma begrüßt mich fröhlich und fragt: „Möchtest du einen Kaffee?“

Wenn wir unsere beginnen, hat sie schon einen Großteil ihrer Arbeit erledigt. Sie sorgt dafür, dass wir uns alle im Alten Pastorat wohlfühlen und das schon seit über 10 Jahren. Auch das Büro von Pastorin Schmidt im Hassehaus gehört in ihre Zuständigkeit. Außerdem der Petri-Saal im Gemeindehaus mit den dazugehörigen Toiletten und dem Treppenhaus. Viele Menschen gehen ein und aus und besonders bei schlechtem Wetter ist es wichtig, dass alles gut saubergemacht ist. Frau Isinger ist da sehr gewissenhaft, denn die Kinder der Kindertagesstätte nutzen während ihrer Musikangebote gern den ganzen Saalboden.

Geboren wurde Irma 1959 in Turkmenistan als jüngste Tochter deutscher Eltern. Nach einer Ausbildung zur Ingenieurin arbeitete sie mit Maschinen, von denen – zum Glück – eines Tages eine kaputt ging und Eduard zur Reparatur in das Unternehmen kam. Ein Jahr später heirateten sie, ein Junge und ein Mädchen vervollständigten die Familie. Mit ihrem Mann, ihrer Mutter und der Familie ihres Mannes kam Irma vor 23 Jahren nach Deutschland – „mit zwei Koffern und zwei Kindern“. Zunächst nach Duvenstedt, dort arbeitete Irma 12 Jahre lang in einer Gemeinde. Eduard war in Harburg tätig, wo die Familie schließlich hinzog. Bei der Reinigung des Gemeindebüros in Duvenstedt sah Irma einen Zettel mit einem Hinweis auf St. Petri und Pauli und dachte an den aus Harburger Sicht attraktiveren Arbeitsweg. Sie fragte an und bekam die Stelle umgehend. Zwei Jahre nach ihr übernahm ihr Mann die frei gewordene Küsterstelle. Als gelernter Physiker und Mathematiker, der in Deutschland eine Ausbildung als Industrieelektroniker absolvierte, übernimmt er bei uns weitaus mehr Aufgaben als die regulären eines Küsters. Strahlend sagt Irma über ihren Mann „Ja, er kann alles!“.

Irma Isinger fühlt sich wohl bei uns, sie hat Freude am Miteinander der Menschen in unserer Gemeinde. Interessant ist es, ihr und auch ihrem Mann zuzuhören, wenn sie von ihrem Leben in Turkmenistan erzählen. Dort mussten sie viel improvisieren. Diese Fähigkeit haben beide mit zu uns in die Gemeinde gebracht und davon profitieren wir immer wieder.

Nur durch die Petri und Pauli Spende sind wir in der Lage auch in schwierigeren Zeiten unsere Mitarbeiterstellen vor Kürzungen zu bewahren und Stellen, wie diese von Frau Isinger, in gleichem Umfang zu erhalten.

Bitte unterstützen Sie uns dabei und nutzen dafür unser Spendenkonto bei der
Hamburger Volksbank e.G.
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Stichwort: St. Petri und Pauli Spende.

Ihre Diakonin Astrid Hildebrandt
und Johanna Kilzer