Am ersten tatsächlichen Herbsttag dieses Jahres treffen wir ÖKOPROFIT- Aktive uns am frühen Morgen, um gemeinsam zu einer Mülltrennanlage im Gewerbegebiet in Moorfleet zu fahren. Bereits unterwegs reden wir über Ideen, ökologisches Denken bei uns in Taten umzusetzen. Wie trennen wir eigentlich unseren Müll in der Gemeinde, wäre da noch etwas zu optimieren? Ob es um die Beschaffung von Büromaterialien geht oder um die Entsorgung unserer Abfälle, um unsere Wärmeregulierung oder Beleuchtung – alle umweltrelevanten Themen werden bei den Workshops angesprochen.

Im Laufe des Jahres müssen wir unsere Verbräuche in Tabellen notieren oder eben auch unsere Entsorgungsabläufe beschreiben, um daraus Schlüsse für unser weiteres Vorgehen ziehen zu können. Während der monatlichen Workshops besuchen wir verschiedene bereits ÖKOPROFIT zertifizierte Betriebe und besichtigen nach den Vorträgen die dortigen Produktions- oder Arbeitsstätten.

Heute sind wir in der BestSort GmbH, einem Betriebsteil der buhck-Gruppe, der sich um die Abfallentsorgung und -verwertung von gemischten Gewerbeabfällen kümmert. Unsortiert wird der Müll herangefahren, auf einen riesigen Berg gekippt und dann zupft eine große scharfzahnige Baggerkralle hier unverwertbaren Müll heraus. Matratzen, lange Bänder oder eine grüne Bauplane werden zur Seite gelegt. Verwertbares wirft der Bagger auf ein Fließband, die Abfälle werden zuerst zerkleinert, dann rüttelnd vorbei an Magneten und dicken Gebläsen bis zu den Arbeitern an der Sortieranlage gefahren. Sie sammeln blitzschnell vor allem Papier, Pappteile, Plastik und Anderes in kleine Container, grüßen uns neugierige Besucher freundlich und bleiben dabei scharf konzentriert.

Beim Verlassen der lauten Anlage sagt Monika Haselbach: „Mich begeistert vor allem die gut durchdachte Technik, um diesen gemischten Müll wirklich gut zu trennen.“

Gretel Winterberg ergänzt: „Ich bin erstaunt, dass noch so viel Plastik in dem sortierten Müll enthalten ist, der dann anschließend als Brennstoff eingesetzt wird. Außerdem wundere ich mich etwas, dass die Deutschen mit 220 kg pro Jahr Verpackungsmüll in Europa einen traurigen Rekord halten.“

Salka Gärtner