... und die Bedrohung durch Kriminalität

Über Sicherheit im Alter wird immer öfter gesprochen. Die Medien vermitteln den Eindruck, dass gerade ältere Menschen "ideale Opfer" sind und man sich "kaum mehr auf die Straße wagen kann". Dieser Eindruck täuscht. Die Mehrzahl der Seniorinnen und Senioren in Deutschland lebt ausgesprochen sicher. Ältere Menschen sind heute durch ihre eigene Erfahrung und Berichte in den Medien oder aus ihrem direkten Umfeld meist gut genug informiert, um an der Haustür nicht auf jeden Trick hereinzufallen. Trotzdem gibt es einzelne Bereiche der Kriminalität, vor allem Betrugsdelikte, bei denen Kriminelle sich speziell ältere Menschen als Opfer aussuchen.

Hilfsbereitschaft oder eingeschränkte Mobilität sowie soziale Isolation lassen gerade ältere Menschen leichter zu Opfern von Straftaten werden. Täter nutzen diese Schwächen gezielt aus.

Rentner sind auch eine beliebte Zielgruppe für vermeintlich gesellige und preiswerte Ausflugsfahrten, die sich dann als Verkaufsveranstaltungen entpuppen, bei denen mit psychologischem Druck der Kauf etwa von Medikamenten oder Reisen erzwungen werden soll.

Die Spielarten des Betrugs am Telefon und an der Haustür sind vielfältig: Ein vermeintlicher Enkel ruft an und bittet nach einem tragischen Autounfall um Der Pflege-Stützpunkt Bergedorf lädt ein: Ältere Menschen... Geld. Eine angebliche Versicherung will telefonisch einen Termin zur Überprüfung der Versicherungen zu Hause vereinbaren, die Bank möchte die Ersparnisse in „Sicherheit“ bringen, ein Polizist möchte vor Ort nach dem Rechten schauen, ein Handwerker wird angeblich wegen eines Schadens in die Wohnung geschickt u.s.w.

Diebstahl und Einbruch sind für die meisten Menschen eine Schock auslösende Erfahrung. Neben dem rein materiellen Verlust bedeutet gerade ein Einbruch eine erhebliche Beeinträchtigung des Sicherheitsgefühls.

Gute Information ist die beste Voraussetzung, um sich wirksam zu schützen. Wer die Vorgehensweisen der Täterinnen und Täter kennt, fällt auf Tricks und Täuschung nicht so schnell herein.

Zu diesem Themenkomplex bieten der Pflegestützpunkt Bergedorf und die Polizei eine gemeinsame Informationsveranstaltung an. Der Bürgernahe Beamte, Herr Löding, steht für Fragen zur Verfügung. Zeit und Ort: 7. November 2018, 16 - 17.30 Uhr im "Haus Brügge", Leuschnerstr.86. Das "Haus Brügge" ist zu erreichen mit der Buslinie 234, Haltestelle Plettenbergstr.

Seniorenhilfe des Bezirksamtes Bergedorf