Wir saßen zusammen, um gemeinsam zu „komponieren“ und hatten anfangs die berühmte Schreibblockade. Beim 3. Treffen hatten wir unser Thema – nun ja, sagen wir „gefunden“: irgendetwas mit Sonne und Liebe... Auf einmal „floss“ es: Kantor Singer erzählte vom Urlaubsfoto, auf dem sich die Strahlen im kühlen Weinglas brachen – die kleinen Freuden des perfekten Moments. Prädikantin Dr. Knaack inspirierte die Formulierung, dass wir „Gott Komplimente machen“, damit wir den anderen in der Liebe groß sein lassen können. Mich begeisterte das Bild eines verheißungsvollen Sonnenaufgangs als Erinnerung daran, dass wir immer wieder neu beginnen können.

Kollege Baldenius dichtete, Kantor Singer vertonte: „Sonne auf meinem Gesicht. Ich spüre dein „Ja“. Liebe strömt wie ihr Licht. Du bist da.“ Der Sonnengesang- Gottesdienst an Kantate, welchen viele mitgestaltet und mitgefeiert haben – so einfach kann es dann gehen.

Ich wünsche mir mehr solcher Momente: wo Menschen zusammenkommen, von ihren Erlebnissen berichten, von ihren Begegnungen, Erfahrungen teilen, neue Worte finden – und Menschen, die sich davon anstecken, begeistern lassen.

Dazu müssen wir erst einmal hinaus – in die Natur, zu anderen Orten, an denen wir Menschen kennen lernen, Neues erleben. Erfahrungen sind zum „Anderen-Erzählen“ da. Die Sommersonnenzeit ist ideal dafür, denn alles erscheint doch in einem anderen Licht. Wir wagen mehr. Wir können die Sonne in uns wirken lassen. Sie gibt uns Lebensenergie.

„Denn Gott der Herr ist Sonne und Schild“ – heißt es im Psalm 84. Ihn brauchen wir zum Leben: seinen Beistand, seinen Zuspruch, seine Liebe. Liebe ist nie Selbstzweck, sondern strömt, beschreibt eine Beziehung „zwischen“. Innerhalb dieses Zwischen-Raumes kann vieles entstehen und wachsen.

Manchmal brauchen wir Anlässe, die uns zusammenbringen und uns gemeinsamen Neues entdecken lassen. Manchmal reicht es aber auch, wenn wir den Geist wehen lassen und auf seine Stimme hören. Wer weiß, welche sonnige „Frohe Botschaften“ er uns unterwegs zuflüstert…

Öffnen Sie Ihre Herzen und Sinne dafür! Gottes Segen!

Ihre Pastorin Chang-Mi Dallat