„Es ist eine tolle Gemeinde mit einer guten Art, miteinander umzugehen.“

Ulrike Maul ist eine fröhliche und sehr aufgeschlossene Frau, vielseitig interessiert und voller Energie. Seit 2009 wohnt sie mit ihrem Mann Holger und ihren drei Kindern in Bergedorf, geboren wurde sie 1969 in Basel – dazwischen gibt es zu viele Stationen, um alle nennen zu können. Denn nachdem sie den Beruf der Krankenschwester in Erlangen erlernte, zog das Ehepaar – und später die Familie – ständig um, etwa alle drei Jahre.

Während unseres Gesprächs mischt sich immer wieder Hund George ein, außerdem gibt es da noch Ulrikes Pferd Charly. Bei Wind und Wetter kann man Ulrike mit ihrer Laufgruppe durch Bergedorf joggen sehen. Aber nicht nur Reisen, Tiere und Sport stehen groß im Kurs – trotz der vielen Ortswechsel zieht sich ein großes Interesse durch alle Stationen: die Musik. Ulrike und ihr Mann spielen Geige und Bratsche und haben diese Begeisterung an alle drei Kindern weitergegeben. Wo sie auch landeten, wurden Kammermusik- Ensembles gegründet, das geht von Zuhause aus und ist immer eine gute Möglichkeit, neue Menschen kennen zu lernen – ob in Heidelberg oder Texas.

Und die Musik ist auch der Kontaktpunkt von Ulrike zu unserer Gemeinde, seit knapp zwei Jahren singen sie und ihr Mann begeistert bei Klaus Singer in der Kantorei. Neben den netten Kontakten, die sie dort knüpfen konnten, ist die Kantorei ein idealer Knotenpunkt für weitere Gemeindeaktionen, zum Beispiel den Kuchenverkauf beim Martinsmarkt – oder eben die immer wieder aufkommende Anfrage, im KGR mitzuwirken. In Gemeinden engagiert hat sie sich zwar früher auch immer schon – aber sobald die Familie Fuß gefasst hat, sind sie wieder umgezogen.

Das soll sich nun aber ändern. „Es ist eine tolle Gemeinde mit einer guten Art, miteinander umzugehen. Es herrscht so ein netter Ton und es gibt tolle Angebote für alles Mögliche!“, sagt Ulrike. Etwas skeptisch ist sie ihrer neuen Aufgabe gegenüber noch, schließlich ist sie noch nicht lange in der Gemeinde und möchte sich zunächst noch einen besseren Eindruck verschaffen, um aktiv mitgestalten zu können. „Also bei der Website werde ich jedenfalls nicht mitarbeiten“, lacht sie, „dann schon eher bei der Kirchenmusik, die ist mir ein großes Anliegen. Aber ich lass es auf mich zukommen.“

Johanna Kilzer