Die Kinder- und Jugendarbeit unserer Gemeinde findet auf Wolke 7 statt. So heißt unsere Jugendwohnung. Aber warum eigentlich? Dafür fangen wir lieber früher an, vor 15 Jahren: 2003 gab es kaum Jugendarbeit in unserer Gemeinde. Im Keller des Gemeindehauses gab es ein ungenutztes Internetcafé, welches unter Gabi Fenske als Jugendraum umfunktioniert wurde. Einen riesigen Fortschritt brachte die bewegliche Tür, sodass es eine räumliche Trennung zu dem Bergedorfer Suppentopf und der Tafel gab, welche dort ebenfalls ihr Zuhause haben. So konnten Kindergruppen, der Jugendtreff und der „offene Keller“ angeboten werden. In einer tollen Aktion haben wir 2006 mit einem professionellen Graffiti-Sprayer den Treppenbereich verschönert, die Kunstwerke sind noch zu sehen.

Es war aber doch dunkel und beengt im Keller. Als 2007 die Gemeindewohnung im 2. Stock der Bergedorfer Schloßstraße 7 frei wurde, durften wir umziehen. Eine deutliche Anerkennung des KGR dafür, wie die Kinder- und Jugendarbeit unter Gabi Fenske gewachsen war. Die Jugend half mit und spachtelte die Tapetenschichten von den Wänden, dann wurde gestrichen, eingerichtet und gestaunt – auf einmal hatten wir eine helle, große Wohnung mit viel breiteren Möglichkeiten für die Kinder- und Jugendgruppen. Vieles wurde erst durch die neuen Räumlichkeiten möglich, wie das Kinderangebot Ratzeputz. Nach dem Kellerdasein fühlten wir uns im 2. Stock himmelhoch, dann auch noch die Hausnummer 7 – der Name „Wolke 7“ entstand schnell.

2011 der nächste Umbruch: Umzug in den zweiten Stock des ehemaligen Pastorats. Der Name ist geblieben – auch, wenn am Anfang einige „Wolke 7.2“ favorisierten. Es macht Spaß, in so toll strukturierten Räumen sein und Angebote durchführen zu können. Dank der steten Aufräum- und Renovierungsaktionen ist unsere Jugendwohnung ein Schatz der Gemeinde. Wir haben nicht nur großzügigen Platz für alle Kinder- und Jugendangebote, sondern auch einen Treffpunkt mitten im Stadtzentrum. Die Kirche als Anlaufpunkt für Jugendliche – was will man mehr?

Unsere Diakonin Yvonne Brysinski beschreibt die Jugendwohnung als ein Zuhause. Wie in einer großen Familie ziehen viele an der Garderobe im Treppenhaus die Schuhe aus, setzen sich auf das Sofa oder an den großen Esstisch. Toll, dass der KGR die Kinder- und Jugendarbeit so wichtig nimmt, dass er diese Möglichkeiten eröffnet! Im Laufe der Jahre hat sich unglaublich viel getan – Gottes Segen?!

Johanna Kilzer