Wie schon Mitte März in der „Bergedorfer Zeitung“ angekündigt, werden sich die Gnaden- und Erlöser-Kirchengemeinden zum 1.1.2019 zusammenschließen.

Seit ungefähr 20 Jahren wurde die gemeinsame Gemeindearbeit immer weiter intensiviert, weil man sich zum einen kannte und gut verstand. Zum anderen auch, weil in jeder Gemeinde immer weniger hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig waren und Kräfte gebündelt werden mussten. Und weil wir schon lange gemerkt haben, dass viele Menschen in die Kirche gehen, in der sie für sich ein Angebot finden. Das muss nicht zwingend die Ortskirche sein. Die Konfirmanden und die Kirchenmusik sind da ein sehr gutes Beispiel.

Auf den Gemeindeversammlungen 2017 haben die jeweiligen Kirchengemeinderäte der Gnaden- und Erlöserkirche über die geplante Zusammenlegung das erste Mal informiert.

Dass wir uns als Gemeinden zusammenschließen, ist die freie Entscheidung beider Gemeinden. Unsere Gemeinsamkeiten und Stärken sind uns bewusst. Durch das Zusammengehen unserer Gemeinden wird es möglich die Vielfalt des Gemeindelebens zu erfahren. Schon lange verstehen wir uns nicht als Konkurrenten in der Region, sondern wir sehen das Verbindende und das Gute der Zusammenlegung.

Viele Gemeindeglieder scharren schon mit den Hufen und warten auf die Synergieeffekte für die Gemeindearbeit, die sich ergeben werden. Denn mit dem Zusammenschluss wollen wir unsere Gemeindearbeit auf ein breites, gutes Fundament stellen.

Wichtig bei allem Tun ist uns, dass wir keinen Arbeitsvertrag aufheben müssen. Diese Zusage stand im Umgang mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für uns von an Anfang an im Mittelpunkt. Bis zum 1.1.2019, bzw. zum Festgottesdienst am 6.1.2019 um 15 Uhr liegt noch ein Weg vor uns.

Wir suchen einen gemeinsamen Namen. Der erste Vorschlag für „das Kind“ wurde vom „Standesamt“, der Abteilung Aufsicht und Recht des Kirchenkreises, abgelehnt.

Zusammen mit einem Mitarbeiter des Kirchenkreises haben wir einen Fahrplan entwickelt, was wir bis wann getan haben müssen, damit die Zusammenlegung auch formell gelingt. In unserem Bewusstsein sind wir da schon viel weiter und freuen uns auf die gemeinsame Zukunft.

Ellen Drephal,
Pastorin an der Gnaden- und der Erlöser-Kirchengemeinde