Monika Liedtke: „Es war eine schöne Zeit, ich möchte davon überhaupt nichts missen.“

Die gebürtige Hamburgerin und vierfache Mutter Monika Liedtke zog 1985 nach Bergedorf, als Georg bei uns als Diakon anfing. Aber Moni ist in unserer Gemeinde ganz und gar nicht nur „die Frau von“ – sie hat in den über 30 Jahren bei uns sehr viel auf die Beine gestellt.

Seit 1989 arbeitete sie in unserem Gemeindekindergarten als Erzieherin. Sie hat diesen Beruf ergriffen, weil sie Kinder liebt. „Ich wollte mit Kindern arbeiten, von Verwaltung wusste ich wenig“, so Moni. In die musste sie sich aber einarbeiten, als sie 1997 die Leitung des Kindergartens übernahm. 2008 gab sie die Leitung ab, machte aber noch einige Jahre Musik mit den Kindern.

Das war auch früher schon ein Thema von Moni – sie hat 1995 die Kirchturmspatzen ins Leben gerufen und geleitet, den Kinderchor der Gemeinde. Er bestand aus bis zu fünfzehn Kindern ab dem Lesealter, es gab Auftritte im Altersheim, Aufführungen von kleinen Spielen und etliche Freizeiten.

Aber das war nicht alles – auch der KiKi-Treff (Kinder-Kirche) wuchs und gedieh unter ihrer liebevollen Art. Anfang der 90er Jahre musste eine Alternative zu dem nicht gut angenommenen Kindergottesdienst am Sonntag gefunden werden. Nach anfänglichen Zweifeln seitens des Kirchenvorstandes leiteten Moni und Georg den KiKi-Treff jedoch über etliche Jahre, in dessen Rahmen jährlich ab Herbst das Krippenspiel geprobt wurde. Moni freut sich darüber, dass das Krippenspiel seitdem alle Jahre aufgeführt und jetzt unter anderem von ehemaligen Krippenspielkindern geleitet wird. Auch den KiKi-Treff gibt es inzwischen wieder, er wird von den Kindern gerne angenommen.

Heute engagiert sich Moni in anderen Bereichen der Gemeinde – sie sortiert Kleidung im Petri und Pauli-Laden, hilft bei den „KuK“ (Kaffee und Kuchen) Nachmittagen für Senioren und beim Kirchencafé, arbeitet im Seniorenausschuss und bei einem neuen Projekt über Kirchenführungen für Kinder mit und bastelt im Basarkreis.

Und wer beim Martinsmarkt eines der verlockenden Lose kauft, kann sich hoffentlich bei Moni einen Gewinn abholen – seit vielen Jahren leitet sie die Tombola. „Das mache ich jetzt und das ist auch schön, denn es wäre schrecklich für mich, im Alter nichts zu tun zu haben. Heute können andere mit Kindern arbeiten, ich hab' ja noch Enkelkinder und bin also nach wie vor von Kindern umgeben“, sagt Moni lachend.

Vielen Dank für das große Engagement in unserer Gemeinde. Auch ich war als Kind bei Moni im Kindergarten, bei den Kirchturmspatzen und beim KiKi-Treff und kann mich nur anschließen, wenn sie sagt: „Es war eine schöne Zeit, ich möchte davon überhaupt nichts missen.“

Johanna Kilzer