Nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Was im Fußball gilt, stimmt auch für unsere Partnerschaft mit der Kirchengemeinde Mbigili. Im Sommer hatten wir drei Wochen lang Besuch aus Mbigili. Herbst und Winter werden gebraucht, um „die Ernte“ einzufahren. Und ab dann geht es weiter im Modus „vor dem Spiel“.

Noch ist der Besuch nicht abschließend nachbereitet, aber konkrete Verabredungen gibt es schon mit unseren Freunden jenseits des Äquators. Bei einem Tag über die Zukunft der Partnerschaft haben wir uns an den „3 Säulen“ orientiert, auf denen unser „Konzept für die Partnerschaftsarbeit“ beruht: entwicklungsbezogene Bildung, Begegnung und Projekte.

Im Zusammenhang der Säule „Bildungsarbeit“ ist verabredet, dass wir - unter anderem – unsere jeweiligen Berichte vor den eigenen Gemeinden übersetzen lassen und dem Partner zur Verfügung stellen. Es wird sehr interessant sein, den jeweiligen Blick auf Situationen, Erlebnisse und Inhalte zu vergleichen. Für die Säule „Begegnung“ ist das Wichtigste: wir sind eingeladen, möglichst bald unsererseits wieder nach Mbigili zu kommen. Nach dem verabredeten Rhythmus wäre das 2019.

Darüber hinaus waren wir uns einig, dass die „interkulturellen Austauschrunden“ das schönste und wertvollste Element unserer diesjährigen Begegnung waren: Wir sitzen in der Runde und trauen uns, die Fragen zu stellen, die man sich normalerweise nicht stellt, aus höflicher Zurückhaltung und der Sorge, in Unkenntnis der kulturellen Besonderheiten in Fettnäpfchen zu treten. Diese Austauschrunden wollen wir fortsetzten, indem wir uns gegenseitig Fragen schicken und möglichst vielfältig beantworten. Und wir wollen an der sprachlichen Brücke zwischen uns bauen: indem einige von uns Kiswahili lernen und mehr von ihnen Englisch.

Bei den „Projekten“ gibt es eine konkrete Bitte der Mbigilier, nach dem erfolgreichen Bus-Projekt jetzt ein vergleichbares Lastwagen-Projekt auf die Beine zu stellen. Außerdem haben wir uns die Frage gestellt, wie ein Projekt aussehen könnte, das die Mbigilier bei uns unterstützen. Sehr beeindruckt hat uns die Gebetspraxis unserer Gäste auf durchaus unterschiedliche Weise. Ob das ein Impuls sein könnte?

So gibt es eine Menge, mit- und füreinander zu tun. Aufgaben und Inhalte gibt es genug in dieser Partnerschaft, neben aller Freude, die die Begegnung macht, bis hin zu tiefen Erkenntnissen über uns selbst und echten Glücksmomenten.

Für Partnerschaftsausschuss und Begleitgruppe
Pastor Andreas Baldenius