Vortrag: "Esther – ein biblisches Buch neu entdecken"
am am Mittwoch, dem 28. Februar 2018, um 19 Uhr
im Petri-Saal des Gemeindehauses · Bergedorfer Schloßstraße 5 · 21029 Hamburg

Der Eintritt ist frei, um eine Kollekte am Ausgang wird gebeten.

Die Geschichte des Buches Esther, die in Persien spielt, ist kein historischer Tatsachenbericht, sondern eine Novelle, die ein ernstes Thema auf dramatische und zuweilen höchst amüsante Weise inszeniert.

Nach Tod und Grauen sollte mit ihm endlich wieder das ganz neue Leben beginnen. Das misslingt, denn auch Chaim und mit ihm seine Generation jüdischer Nachkriegskinder wächst im Schatten der Schoa auf, das Trauma der Eltern wird ungewollt, doch unvermeidlich auf die Kinder übertragen.

Die Hauptrollen spielen einerseits der launische König Ahasveros, der seine Ehefrau Vashti wegen einer Lappalie verstößt und nun nach einer neuen Gefährtin sucht, und andererseits der jüdische Torwächter Mordechai, der seine bildschöne Adoptivtochter Esther in den Palast schickt, damit sie dem König gefalle.

Die Rechnung geht auf, der König verliebt sich und nimmt Esther zur Frau. Aber da gibt es auch noch den gefährlichen Regierungsbeamten Haman, der nicht nur Mordechai, sondern alle Juden im Lande vernichten will. Mordechai hofft nun, dass Esther dem König von Hamans Plan berichten und die Juden Persiens retten könne.

Die Intrigen und Mordgelüste Hamans werden am Ende tatsächlich aufgedeckt, und damit wendet sich das Blatt: Die Juden werden nicht getötet, sie gewinnen vielmehr diesen ungleichen Kampf.

In Erinnerung an diesen Sieg feiern Juden seither ausgelassen Purim. In der Synagoge wird das Buch Esther vorgelesen, vor allem die Kinder sind dabei lustig verkleidet, und wenn das Wort „Haman“ vorgelesen wird, lachen und lärmen sie mit einer Ratsche. Fröhliche Lieder gehören ebenfalls zu Purim; und man verschenkt kleine Gaben an Familienmitglieder und Freunde. Es ist, wie es im Buch Esther heißt, „ein Tag der Freude und des Festmahls“, bei dem es besondere Speisen gibt und ungewöhnlich viel Wein getrunken wird. Darum schenken auch wir bei diesem Vortrag Wein aus und hören dazu die bekanntesten Purim-Lieder.

Team der AGCJD

Informationen zur Arbeitsgruppe Christlich-jüdischer Dialog