2008 starteten wir mit dem Adventskalender, hatten aber keine Vorstellung davon, wie wir den Vertrieb organisieren müssten. Etwas naiv gingen wir davon aus, dass uns der Kalender schon „aus den Händen gerissen“ werde. Voller Elan startete der Verkauf auf dem Martinsmarkt 2008. Kalenderstapel an den Ständen, Verkäuferinnen und Verkäufer für Fragen präpariert, es konnte eigentlich nichts schiefgehen. Umso größer war die Enttäuschung am Ende des Tages. Der Verkauf lief mehr als schleppend.

Am 1. Dezember waren noch viele Adventskalender übrig. Wir mussten einsehen: Vertrieb bedeutet mehr als ein gutes Produkt bereitzustellen. Aber wie sollten wir unseren Kalender bekannt machen? Hilfe kam aus der Gemeinde selbst. Von Anfang an hatten wir Tür-zu-Tür-Verkauf durch Konfirmanden eingeplant. Dieser Vertriebsweg funktionierte hervorragend und mit jedem Jahr besser. Dazu kam, dass Konfirmanden, aber auch ganz junge Menschen und gestandene Männer aus der Gemeinde sich als mobile Verkäufer auf dem Martinsmarkt betätigten. Keine Kalenderstapel an den Ständen, sondern Ansprache der Besucher. Das funktionierte und entsprach auch viel mehr dem Geist des Adventskalenders.

Es sollte ja nicht nur Geld eingenommen werden, sondern wir hofften auf ein „Gemeindeprojekt“. Und so etwas lässt sich eben über ein Gespräch am besten erreichen. Als dritte Säule kamen noch unsere Verkaufsstellen in der Bergedorfer Innenstadt dazu.

Der Inhaber der Sachsentorbuchhandlung, Herr Jörg Johannsen, hat von Anfang an an den Erfolg unseres Kalenders geglaubt. Seine Buchhandlung liegt quasi in Sichtweite unserer Kirche, so ist schon ein räumlicher Bezug vorhanden. Herr Johannsen und sein Team sind nicht nur hervorragende BuchhändlerInnen, sondern engagieren sich auch für lokale gesellschaftliche Anliegen. Es war daher für sie schlüssig, die Jugendarbeit unserer Gemeinde zu unterstützen.

Ganz unaufgeregt, aber stetig hat das Team der Sachsentorbuchhandlung den Verkauf mit übernommen, verpackt sogar auf eigene Kosten die Kalender weihnachtlich, nimmt telefonische Bestellungen entgegen und präsentiert den Kalender verkaufsfördernd. Seitdem Herr Johannsen eine weitere Buchhandlung in der Alten Holstenstraße eröffnet hat, wird auch dort fleißig verkauft. 2016 stellte er mit seinem Team den Verkaufsrekord von 850 Kalendern auf und ist selbstverständlich nebenbei noch Spender von Kalendergewinnen.

Das Prinzip unseres Adventskalenders bleibt auch im neunten Jahr gleich. Die Türen des "St. Petri und Pauli-Adventskalenders 2017" sind mit über 240 Gewinnen bestückt, die wieder von Bergedorfer Geschäften oder Einrichtungen gespendet wurden. Die Auflage beträgt 2.222 Stück und der Reinerlös geht in die Kinder- und Jugendarbeit unserer Gemeinde.

Der Kalender kostet 5 € und ist erhältlich bei Konfirmanden im Tür-zu-Tür-Verkauf am 12. Oktober 2017, auf dem Martinsmarkt, im Kirchenbüro, in der Sachsentorbuchhandlung, in der Buchhandlung Alte Holstenstraße, im Weltladen und in der Hasse-Info.

Adventskalender
Das diesjährige Kalendermotiv

In diesem Jahr wurde das Bild von Herrn Nikolas Soest, Künstler in der Malgruppe „die Montagsmaler“ der Louisenhof gGmbH, Anerkannte Werkstatt für Menschen mit Behinderung, in Schwarzenbek (www.louisenhof.org) gemalt.

Viel Glück mit Ihrem Kalender wünscht Ihnen
Ihr Kalenderteam
Swantje Dehn und Agnete Mauruschat