„Ich bin motiviert und habe Lust, das ist das Wichtigste.“

Der Tag, an dem Florian und ich uns zur Vorbereitung dieses Artikels trafen, war ein wichtiger Tag: hat sowohl Florian bei seinem bisherigen Arbeitgeber seine Kündigung eingereicht als auch den Arbeitsvertrag mit der Kirchengemeinde St. Petri und Pauli unterschrieben – eine einschneidende Veränderung.

Da er ab dem 1. August dieses Jahres viel bei uns in der Gemeinde zu sehen sein wird, möchten wir ihn hier vorstellen: Florian Schildknecht, 34 Jahre alt, ein richtiger Vierländer Jung mit dem Herzen am rechten Fleck.

Nach der Schule hat er Gas- und Wasserinstallateur gelernt und seitdem in diesem Beruf gearbeitet. Schon immer hat er sich in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit in seiner Freizeit ehrenamtlich engagiert, vor allem in St. Severini, Kirchwerder. Die Entscheidung, sein Hobby zum Beruf zu machen, ist über die Jahre hinweg gewachsen, da er sich anders nicht so intensiv in dem Bereich habe einbringen können, wie er es gerne getan hätte.

Um Soziale Arbeit studieren zu können, holte er sein Abitur nach und bekam an der "Berufsakademie Lüneburg" einen dualen Studienplatz, der es ihm ermöglichte, an zwei Tagen der Woche zu studieren und an drei Tagen zu arbeiten. Dafür suchte er einen Träger – und wurde in unserer Gemeinde fündig. Drei Jahre lang wird er mittwochs bis freitags bei uns arbeiten und dabei die praktischen Inhalte seines Studiums erlernen.

Florian arbeitet gerne mit Menschen, er möchte versuchen, ihnen „passiv Gott näher zu bringen“. Er halte nichts von dem Wort „bekehren“, möchte aber durch sein Handeln Menschen einen möglichen Weg vorschlagen. Außerdem ist er ein Mensch, der gerne mit seinen Händen arbeite und bastele. Von seiner Fähigkeit, Gitarre zu spielen und Geländespiele zu schreiben, konnten wir im Kinderzeltlager bereits profitieren. Seinen neuen Arbeitsweg von Neuengamme nach Bergedorf möchte er mit dem Fahrrad zurücklegen.

Schon seit März ist Florian als Teamer in unseren neuen Konfi-Jahrgang eingestiegen, um diesen Durchgang von Anfang an begleiten zu können. Natürlich hat er auch eigene Ideen für seine Zeit bei uns, möchte sich aber zunächst einmal einen Überblick darüber verschaffen, wie unsere Gemeinde funktioniert und wie er in dem Vorgegebenen gut mitarbeiten kann.

Für uns ist er ein großer Gewinn; abgesehen von der menschlichen Komponente, passt es zeitlich perfekt mit der Planung unserer Diakonin Yvonne Brysinski zusammen, die auf Grund ihrer kleinen Lotta in diesem Zeitraum ihre Arbeitsstunden verringern möchte, sodass sich die beiden gut ergänzen können. Wir freuen uns auf ihn und sind gespannt auf neue Impulse!

Johanna Müller