Die Bibel ist für alle da - wie Martin Luther den Menschen Gottes Wort verständlich machte

Früher war die Kirche sehr mächtig. Viele Pfarrer und Kirchenleute nutzten das aus. Sie nahmen den Leuten für viel Geld ihr schlechtes Gewissen ab. Es ging ihnen aber nicht um die Vergebung der Sünden, sondern ums Geld! Der kluge Mönch Martin Luther war darüber empört. „Die einfachen Leute werden dumm gehalten!“, erkannte er. In der Kirche nämlich verstanden sie nichts, weil die Pfarrer lateinisch sprachen – eine alte Sprache, die nur wenige Menschen lesen und verstehen konnten. Sie trauten sich nicht zu fragen, was wirklich in der Bibel stehe.

Martin Luther wollte, dass die einfachen Leute selbst in der Bibel lesen könnten. Sie sollten in der Kirche Gottes Wort auch wirklich verstehen. Deshalb übersetzte er die Bibel ins Deutsche. Tag und Nacht arbeitete er an den Texten. Wer die Bibel verstehen konnte, dem konnten die mächtigen Kirchenleute nicht mehr so leicht etwas Falsches mehr vormachen.

Noch heute wird Luthers Bibelübersetzung in der evangelischen Kirche gelesen. Kinder und Erwachsene begreifen, was darin steht: Vergebung der Sünden können wir uns nicht kaufen, sondern Gott schenke sie uns. In der Kirche geht es nicht ums Geld, sondern um das Wort Gottes.

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