Am 15. November 2011 in Barmbek in die Bahn dazuzusteigen, dann vor einer unbekannten Konfigruppe zu stehen, mit Teamern, von denen man nur eine beim Bewerbungsgespräch gesehen hat, und schließlich die Mitverantwortung für diese im Flughafen beim Jugend-Buß-und- Bettag mit hunderten von Jugendlichen zu haben – das nenn ich schon einen „krassen“ ersten Arbeitstag. Aber Yvi lässt sich davon kaum beeindrucken: auch nicht von der 5-stündigen Führung von Georg Liedtke am zweiten Tag oder von den ca. 30 Konfi-Zetteln, die Andreas Baldenius ihr gleich mal zur Auswertung in die Hand gedrückt hat.

Nach dem Studium 2009 war sie für ein Jahr in Großhansdorf, dann hatte sie für anderthalb Jahre eine Regionalstelle in Barmbek. Nun winkte aber eine volle, unbefristete Stelle… Da sie schon mit ihrem Freund (und jetzigen Mann) Kjeld, einem echten Neuengammer, zusammen war, war Bergedorf natürlich perfekt. Kinderund Jugenddiakonin: Ein Traumjob für sie! Welch ein Glück: Denn die Gemeinde hatte beschlossen, den Fundrasingbereich, den ihre Vorgängerin Gabi Fenske noch innehatte, auszugliedern. Zudem war gerade die neue Wolke 7 fertig.

Yvi fühlte sich herzlich Willkommen und alle haben sich gefreut. Vieles hatte sie übernommen, wie den KiKi-Treff, die Krippenspiele, die TeamerCard (damals Trainee) oder die PocketChurch; bei anderem gab sie den Impuls, dass man das Konzept doch überarbeiten sollte: Freitags von 16 – 20.30 Uhr mit 50 Konfis alle drei Wochen im Saal zu sitzen, war doch ihrer Ansicht nicht mehr jugendgemäß bzw. passend zu einem Ganztagsschulsystem. Der Mittagstisch wurde 2014 zur Schulkooperation „Kinder-Kirche-Kreativ“, was alle immer noch inoffiziell Ratzeputz nennen. Das Zeltlager hat sie eingeführt sowie ganz neu die Familien-Spaziergänge und das Ferienprogramm.

Yvi macht es Spaß, mit Teamern zusammen zu arbeiten, besonders, weil alle dabei an einem Strang ziehen. Ehemalige Kinder und Konfis sind oft auch weiter in der Gemeinde aktiv. Teamer aus ihrer ersten Zeit sind immer noch engagiert, teilweise nun im Kirchengemeinderat, studieren sogar Soziale Arbeit oder wollen evtl. DiakonIn werden.

2016 wurde Lotta geboren, 2018 Julius. Während der Elternzeit waren es die Teamer selbst, die mit dafür gesorgt haben, dass Yvis tolle Arbeit weitergeht.

Florian Schildknecht hatte zudem die Chance, mit Yvi und Astrid Hildebrandt als Anleiterinnen, als „Dualer Student der Sozialen Arbeit“ bei uns ausgebildet zu werden. (Die Erfahrungen waren so gut, dass wir jetzt mit Emma Kremer eine neue Studentin für drei Jahre begleiten.) Dennoch fehlte natürlich Yvi. „Dramen“ spielten sich während ihrer Abwesenheit ab, als Flo nicht schnell genug Snacks besorgt und ein Teamer seinen „Prinzessin Lillifee“- Tee nicht bekommen hatte – Yvi hatte sonst immer dafür gesorgt, dass alle gut versorgt werden, denn: „Essen ist immer gut“. Beim Essen kommen alle zusammen.

Yvi macht nie etwas, weil es „immer so war“. Ihr ist es wichtig, dass die jungen Menschen sich einbringen, mitbestimmen; sie sollen sich ausprobieren können – ein wenig von „Ich mach mir die Welt“ (von SDP) kann nie schaden.

Wolke 7 soll ein Ort sein, wo man einfach so vorbeikommen kann. Und das ist er auch!

Liebe Yvi, wir gratulieren dir herzlich zum 10. Jubiläum. Wir freuen uns, dass du bei uns bist. Es bringt Spaß, mit dir die Welt der Kinder, Jugendlichen und Familien bunt zu gestalten. Du hast tolle Ideen, blickst über den Tellerrand, hast die verschiedenen Generationen im Blick, bist eine klasse Kollegin für die Mitarbeitenden. Toll, dass sich alle bei und mit dir so wohl fühlen. Deinetwegen können die Kinder und Jugendlichen selbst entdecken, was Gottes Wort für sie heißen könnte, erleben, wie man Gottes Botschaft lebt. Danke, liebe Yvi, für deinen Dienst.

Für die Gemeinde,
Pastorin Chang-Mi Dallat