„danach flieg' ich zu dir; noch 148 Mails checken; wer weiß, was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel; muss nur noch kurz die Welt retten. Und gleich danach bin ich wieder bei dir…“ Ja wäre schon schön, wenn das alles so einfach wäre wie im Song von Tim Bendzko.

Kann Musik die Welt retten? Ich würde diese Frage sofort mit JA beantworten und viele andere denken vielleicht ähnlich. Einer, der das so ähnlich sah, war der Ex-Beatle George Harrison. Er organsierte am 01. August 1971 ein Wohltätigkeitskonzert der Rockmusik in New York.

Ich besitze noch eine Konserve als LP. Mit dabei waren Bob Dylan, Ringo Starr und natürlich George selbst. Anlass des Konzerts war damals eine Krise um Bangladesh. Neun Millionen Menschen waren auf der Flucht. Eine Million D-Mark brachte das Konzert an Hilfsgeldern ein. Damals war das eine gigantische Summe – aber die politischen Probleme blieben. Rettung mit Musik JA oder NEIN? Das lässt sich nicht so genau sagen. Was und wie viel müssen wir wirklich tun?

Müssen wir unser Leben umkrempeln, auf alles verzichten; reichen schon kleine Schritte?

Liegt der Königsweg in der Mitte? Jesus selbst ist gerade Wege gegangen. Ohne Kompromisse. Von sich selbst verlangte er alles ab. Von anderen erwartete er ein Zeichen guten Willens. Eines ist aber klar. Gut ist nur, was freiwillig und aus ganzem Herzen kommt. Angesichts der Not in Indien, die durch die Pandemie noch verstärkt wurde, möchte ich dankbar sein, dass es mir gut geht und Sie zu einem Gebet einladen:

„Guter Gott, du bist da bis ans Ende unserer Tage. Manchmal höre ich Dein Singen, Dein Rauschen und Säuseln – manchmal ist da nur Stille.

Lass mich nicht stumm werden. Tu meinen Mund auf, dass ich mich Dir anvertrauen kann mit allem, was mich bewegt. Lass mich Dir und allen Menschen ein Lied singen. Lass mich singen für meine Schwester und meinen Bruder und auch für mich selbst.“

Singen möchte ich bald wieder mit Ihnen gemeinsam, auf dass uns allen das Herz aufgeht: EG 503, 5

Die Bächlein rauschen in dem Sand
und malen sich an ihrem Rand
mit schattenreichen Myrten
die Wiesen liegen hart dabei
und klingen ganz vom Lustgeschrei
der Schaf und ihrer Hirten.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer,
Ihre Prädikantin Nicole Knaack