Nach über 17 Jahren löst sich die Arbeitsgruppe Christlich-Jüdischer Dialog auf. Der Kirchengemeinderat dankt allen in diesen Jahren ehrenamtlich tätigen Mitgliedern der Arbeitsgruppe für ihren großen Einsatz. Ein Name soll unter den vielen Aktiven hervorgehoben werden: Eberhard Witte war von Beginn an die treibende Kraft und hat sich mit großem Einsatz für den Dialog eingesetzt, dafür danke ich ihm ganz besonders.

Das Verständnis der christlich-jüdischen Zusammengehörigkeit in Bergedorf wurde durch die Arbeitsgruppe maßgeblich geprägt und gestärkt. Die Angebote waren tiefgehend und vielfältig, deutschlandweit konnten zum Beispiel Rabbiner für Vorträge und Musiker für Konzerte gewonnen werden, die uns bereicherten. Ich erinnere mich an einen interessanten Abend über den jüdischen Maler Marc Chagall, bei dem die Stühle des Gemeindesaales für die vielen Zuhörer nicht ausreichten.

Das Thema des christlich-jüdischen Dialogs ist nach wie vor hoch aktuell und vielleicht wichtiger denn je. Es ist erschreckend und beängstigend zu beobachten, wie der Antisemitismus in Deutschland auflebt. Daher sind wir uns der Verantwortung bewusst, dieses wichtige Element unseres Gemeindelebens fortführen zu wollen. In welcher Form dies geschehen soll, steht derzeit noch nicht fest. Aber wir wollen nicht schweigen, der Dialog geht weiter! Einen herzlichen Dank an alle, die sich bisher mit viel Zeit und großem Engagement dafür eingesetzt haben.

Wolfgang Müller
für den Kirchengemeinderat