Andrea ist seit 2004 begeisterte Sängerin unserer Kantorei. Eingeladen wurde sie von einer Freundin und war zunächst gar nicht begeistert davon, quasi versehentlich in einem Kirchenchor gelandet zu sein. Nicht begeistert, weil die streng (!) katholisch aufgewachsene Andrea mit 19 Jahren überzeugt aus der Kirche ausgetreten war und seither konfessionslos jedem Kirchengebäude fernblieb. Aber das Musizieren mit Klaus Singer hat ihr so viel Freude gemacht, dass sie geblieben ist. Und wie manch anderer Chorsänger rückte auch sie über die Kantorei dichter an unsere Gemeinde heran. Es hat sie beeindruckt, was alles in der Gemeinde läuft und bei uns möglich ist.

Nach einigen Schlüsselerlebnissen kam 2012 der für Andrea sehr besondere Moment, wieder in die Kirche einzutreten – sie war ganz einfach überzeugt von dem, was die evangelische Kirche macht. Andrea ist dankbar dafür, mit Klaus und dem Chor Musik zu machen und genießt es, im Gottesdienst und im Rahmen der kleinen und großen Konzerte zu singen. Im Laufe der Jahre fing Andrea an, viele organisatorische Kleinigkeiten zu übernehmen. Klaus kann sich dadurch mehr auf das Musikalische konzentrieren und sie ergänzt Organisatorisches wie zum Beispiel den bewährten „InfoService“, Führung von Listen aller Art, Koordination von Helfern rund um Konzerte.

Der Titel „Schreiberling des Chores“ trifft diese Tätigkeit aus ihrer Sicht ganz gut. Ansonsten versucht Andrea immer, da zu sein, wenn gerade jemand in der Gemeinde gebraucht wird. Sie hilft gerne, wenn Not am Mann ist. Petri und Pauli fühle sich inzwischen ein bisschen wie eine zweite Familie an, sagt Andrea. Sie kennt viele, ist dort vernetzt und wie innerhalb einer Familie gerne in vielerlei Hinsicht hilfsbereit.

Andreas eigene Familie besteht aus ihrem Mann Fritz und der 22-jährigen Tochter Lisa. Mit Fritz teilt sie die Liebe zur Natur – sie beschreiben sich als „echte Grüne“. Die Natur leitet und begleitet sie, so Andrea. Sie richte sich oft nach dem, was in der Natur passiert und lässt sich davon faszinieren. Sie ist froh, diese Leidenschaft auch in ihrem Beruf umsetzen zu können, Andrea ist Gärtnerin und Gartenbauingenieurin und als Pflanzengesundheitsinspektorin im Pinneberger Baumschulland tätig. Inhaltlich führt sie in der Pflanzenwelt das durch, was wir Menschen gerade durch Corona erleben, nämlich die Ein- und Verschleppung von Quarantäneschädlingen an Pflanzen zu verhindern. Diese uns zurzeit auferlegte Distanz zu anderen Menschen liegt Andrea mit ihrer warmen und herzlichen Art gar nicht, ich erlebe sie als freundliche, hilfsbereite und sehr zugewandte Person, die gerne in Kontakt mit anderen Menschen tritt. Und Lisa beschreibt sie wie folgt: Menschenfreundin, begeisterungsfähig, positiv pragmatisch und „ausprobierfreudig“ – Muddel halt.

Johanna Kilzer