Es ist kaum zu glauben: Gerade erst 25 Jahre ist es her, dass unser Gemeindehaus nach langer Bauphase in neuer Gestalt eingeweiht wurde. Vorher nutzten wir das gesamte Gebäude für gemeindliche Zwecke einschließlich Kindergarten (1/2 Etage!) und Diakonenwohnung.

Claus Harder als Finanzvorstand war es, der dem Kirchenvorstand zurief: „Kein Weiter-so! Dann sind wir in wenigen Jahren pleite und können gar nichts mehr verändern. Noch haben wir einige Mittel, die wir einsetzen können.“. Nach langem Ringen wurde der massive Eingriff in die Baupläne von Hermann Distel gewagt. Das Treppenhaus wurde verlegt, ein Fahrstuhl eingebaut, der Saal auf die Hälfte verkleinert, die Büroräume ins Pastorat verlegt – und vor allen Dingen Raum für Gewerbe und damit für zusätzliche dauerhafte Mieteinnahmen geschaffen. Herr Harder überwachte alle Arbeiten sorgfältig und genau.

Am 29. Juni 1995 konnte dann das Himmelstor im Treppenaufgang erstmalig offiziell geöffnet werden. Ein neues Foyer war geschaffen, mehrere Emporen, ein repräsentativer verkleinerter Gemeindesaal, ein Kindergartenbereich mit eigenem Treppenhaus und unterschiedlichen Ebenen und Emporen für jede Gruppe, aber auch Ladenflächen im Erdgeschoss für zunächst ein Möbel-Antiquariat und einen Büroausstatter und ein Büro für Rechtsanwälte im 2. OG. Die Wohnung von Familie Liedtke war ins Dachgeschoss gewandert. Seit 1995 sind viele weitere Änderungen erfolgt, unter anderem die Vergrößerung des Kindergartenbereichs, die Zusammenlegung der Erdgeschossflächen zum Café und in diesem Jahr die Erneuerung der Gemeindehausküche, die dank des großen ehrenamtlichen Einsatzes von Barbara Morgenbesser, Angelika Steenbeck-Breuer und Silke Mensching zusammen mit Astrid Hildebrandt und Michael Schulz abgeschlossen werden konnte.

Aber es bleibt vor allem der Dank an Claus Harder. Er hat nicht nur den grundlegenden Umbau des Gemeindehauses begleitet; er allein hatte vor allen Dingen den vorausschauenden Blick für die Bedrohung der gemeindlichen Finanzen durch schwindende Steuereinnahmen und steigende Personalkosten und konnte den damaligen Kirchenvorstand überzeugen, einen für damalige Zeit radikal neuen Weg als eine der ersten Gemeinden im Kirchenkreis Hamburg-Ost einzuschlagen und ein großes Kreditrisiko einzugehen, um die erfolgreiche gemeindliche Arbeit zukunftsfähig zu machen. Es hat sich gelohnt. Danke, Claus!

Wolfgang Müller,
Vorsitzender des Kirchengemeinderates