Die Idee kam aus der Stiftung „Unsere Kirche St. Petri und Pauli“: Ein kirchliches Theaterprojekt in Bergedorf. Aus der Gemeinde, mit der Gemeinde und für die Gemeinde. Ein Projekt, in dem es darum gehen kann, wo wir stehen, was uns bewegt, was uns hält, was uns verbindet. Ein Projekt, in dem etwas entwickelt und vorgeführt wird. In dem es insbesondere auch darum geht, dass miteinander gedacht, gemacht und gelacht wird.

Und dann kam Corona und die Frage: Theater in Zeiten der Pandemie – wie soll das denn gehen? Wenn wir uns nicht treffen können. Wenn es keine öffentlichen Veranstaltungen geben darf. Wenn jeder und auch die Gemeinde damit beschäftigt ist, sich zu organisieren und sich neu zurechtfinden muss. Wenn das Geld knapp wird.

Aber vielleicht ist ein Theaterprojekt gerade jetzt richtig und wichtig, kein Problem, sondern ein Teil der Lösung. Weil uns jetzt so vieles beschäftigt. Weil die Fragen nach der Bedeutung von Glauben oder Gemeinde sich auf einmal viel schärfer stellen.

Wir könnten „Corona“ thematisieren in Szenen, die unsere Erfahrungen und Erlebnisse in den letzten Monaten wiedergeben, ob bitter, witzig, skurril oder auch beglückend. Mit dem Schreiben könnte man schon bald anfangen, wo alles noch frisch ist, etwa mit einem Online-Schreib-Workshop zum Kennenlernen, zur Inspiration und mit individueller Unterstützung beim Schreiben. Das virtuelle Zusammenfinden via Zoom und Skype, die Arbeit an Videos, Geschichten oder Musik könnte ein Anfang sein und später wechseln wir in die dreidimensionale Welt. Vieles ist vorstellbar; wie sich das Projekt entwickelt, ist völlig offen. Möglicherweise stoßen wir auf ganz andere Themen, die uns und die Gemeinde ganz unmittelbar angehen.

Mit Turid Müller (www.turid-mueller.de) konnte auch bereits eine professionelle Unterstützung gewonnen werden. Sie ist Schauspielerin, Kabarettistin, Sängerin, die auch in der Nordkirche aktiv ist.

Das Wichtigste sind aber natürlich Menschen mit Spaß an der Sache. Um ein Stück zu entwickeln und auf die Bühne (oder sonst wohin) zu bringen, braucht es viele Mitstreiter – für die Texte, die musikalische Unterstützung, die Technik, das Bühnenbild, für Kostüm und Maske und … und … . Sobald wir genug positive Resonanz haben – und falls uns Corona nicht die ganze Finanzierung über den Haufen wirft, kann es losgehen.

Also: Wer Lust hat mitzumachen (in welcher Funktion auch immer), gebe sich zu erkennen und melde sich am besten auch unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Ob Kantorei, Collegium instrumentale, Posaunenchor, Jugend, Laden, KuK, ACJD, Basarkreis, Pilgergruppe, Ratzeputz – wir freuen uns auf Euch. Ihr alle seid willkommen.

Bernd Mauruschat und
Matthias Tiemann